Internationale Gesellschaft für Neue Musik


Ensemble Polysono

Dokumentation Interpreten: „Ensemble Polysono“

Das „Ensemble Polysono“ aus Basel ist spezialisiert auf die Aufführung anspruchsvoller zeitgenössischer Musik und unternimmt jedes Jahr Tourneen durch die Schweiz und einige größere Städte in Europa (u.a. Basel, Bern, Zürich, München, Berlin, Wien, London).

Die Programme enthalten sowohl Uraufführungen als auch Wiederaufführungen qualitativ erstklassiger und relevanter Werke. Im Zentrum der Programme stehen immer innovative Ideen und Konzepte, die ihre Spannung aus der dialektischen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen ästhetischen Standpunkten beziehen. „Die Vielfalt der Klänge als Programm, das ist schon so etwas wie der Leitfaden des Ensembles Polysono. Diese Basler Formation fällt immer wieder auf mit farbigen und kontrastreichen Programmen.“ (Schweizer Radio DRS, 17.2.2011)

Christine Simolka, Sopran
In Lörrach geboren, absolvierte sie eine achtjährige Gesangsausbildung bei Nicole Andrich und Raymond Henn in Basel. Daneben besuchte sie zahlreiche Kurse, u.a. bei Kurt Widmer, Andreas Scholl, Hanno Müller-Brachmann und Bobby McFerrin, sowie Opernkurse an der Musik-Akademie Basel. Weiterführende Studien bei Marianne Schuppe und Robert Koller. Regelmäßige internationale Konzerttätigkeit. Christine Simolka pflegt zusammen mit dem Liedbegleiter René Wohlhauser ein breites Repertoire. Nebst Liedern aus Barock und Klassik singt sie hauptsächlich zeitgenössische Musik (u.a. Berio, Henze, Holliger, Rihm, Ferneyhough, Wohlhauser). Als Mitglied des Duos „Christine Simolka, Sopran, und René Wohlhauser, Bariton und Klavier“ und des „Ensembles Polysono“ unternimmt sie jedes Jahr Tourneen durch verschiedene Städte Europas (u.a. Paris, Stuttgart, Hamburg, München, Berlin). Viele Ur- und Erstaufführungen sowie CD- und Radioaufnahmen.

Tatiana Timonina, Flöte
Tatiana Timonina begann ihre musikalische Ausbildung 1998 in Sankt Petersburg, Rußland.
Im Jahr 2008 tritt sie in das Konservatorium Rimsky-Korsakov in Sankt-Petersburg ein.
Ab 2011 studiert sie an der Haute Ecole de musique in Lausanne (Schweiz) mit Professor José-Daniel Castellon und seinen Assistenten Julien Beaudiment, Sandra Latour, Magali Mosnier und Loic Schneider, wo sie einen Bachelor und Master in musikalischer Aufführung erhält. Während dieser Zeit beginnt Tatiana, sich mit der zeitgenössischen Musik auseinanderzusetzen und nimmt bei Jonas Kocher Unterricht in Freier Improvisation, bei Alessandro Ratocci Interpretation mit Live- Elektronik und Kammermusikunterricht bei den Komponisten William Blank und Luca Antignani.
Im September 2016 beginnt sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Basel an der Fakultät für zeitgenössische Musik unter der Tutorenschaft von Mike Svoboda. Tatiana ist Gewinnerin von mehreren internationalen Wettbewerben in Rußland, der Ukraine, Finnland und Italien sowie Gewinnerin des Stipendiums "Nicati-de-Luze" in der Schweiz in 2014 und 2016.

Andriy Bandurin, Klarinette
Der 1991 in der Ukraine geborene Klarinettist Andriy Bandurin erhielt bereits als Sechsjähriger seinen ersten Musikunterricht. Er besuchte die „Charkow- Spezialmusikschule“ und schloß sein Studium bei Prof. Walerij Altuchow ab. Seit 2009 setzt er seine Studien in der Schweiz an der Hochschule der Künste Bern bei Prof. Ernesto Molinari fort. Danach studierte er bei Frédéric Rapin an der Haute Ecolé de Musique de Lausanne. Andriy Bandurin ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe in der Ukraine, Rußland, der Schweiz und in Italien. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in diversen Städten der Ukraine, Deutschlands, Österreichs, Frankreichs und der Schweiz und kollaborierte mit mehreren Orchestern wie z. B. der Bayerischen Jungen Philharmonie und dem Bieler Sinfonie Orchester.

Vladislav Smirnov, Violoncello
Vladislav Smirnov wurde in Sotschi, Rußland geboren, wo er in der Klasse von Emma Nalbandian studierte.
Er begann seinen musikalischen Weg im Alter von 11 Jahren. Im Jahr 2012 erhielt er den Platz des ersten Cellos im russischen Jugendorchester unter dem Dirigat von Yuri Bashmet und spielte dort bis 2014. Im Jahr 2013 trat er im Moskauer Frederic Chopin College of Music Performance in die Klasse von Prof. Alexey Seleznev ein und 2015 – an der Musikakademie Basel in die Klasse von Prof. Ivan Monighetti.
Er nahm an Meisterkursen von Natalia Shahovskaya, Gustav Rivinius und Petr Kondrashin teil.

René Wohlhauser, Bariton, Klavier und Leitung
In Zürich geboren und in Brienz aufgewachsen. Erfahrungen als Rock- und Jazzmusiker. Hauptsächlich Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (u.a. Kammer-, Orchester- und Bühnenwerke). Ausbildung an der Musikhochschule Basel. Kompositionsstudien bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough. Kompositionskurse bei Kazimierz Serocki, Mauricio Kagel, Herbert Brün und Heinz Holliger. Weiterführende Klavierstudien bei Stéphane Reymond und Gesangsstudien bei David Wohnlich und Robert Koller. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, so u.a. Schauspielhaus Berlin, Nôtre-Dame-de-Paris, Tokyo, Rom, St. Petersburg, sowie an Festivals wie Darmstadt, Odessa, Zürich, Sofia, Cardiff. Viele internationale Kompositionspreise, u.a. . Valentino Bucchi, Rom (1978), Domkapitel Salzburg (1987), Kranichsteiner Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (1988), Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater (1990), Förderpreis Luzern (1991), Gesellschaft für musikpädagogische Forschung, Zürich (1992), Swiss Radio International (1996), Förderpreis Basel-Landschaft (1998). 2004 Uraufführung der Oper „Gantenbein“ am Luzerner Theater. Tourneen mit dem «Duo Simolka-Wohlhauser» und dem eigenen «Ensemble Polysono» in Europa. Seit 2013 Beginn der CD-Edition „Wohlhauser Edition“ beim Label NEOS. Gastdozent für Komposition u.a. an den Int. Ferienkursen Darmstadt. Vortragstätigkeiten, Publikationen u.a. in: „MusikTexte“ Köln, „Neue Zürcher Zeitung“, „Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik“, „New Music and Aesthetics in the 21st Century“, sowie sein Buch „Aphorismen zur Musik“. Unterrichtet Komposition, Musiktheorie und Improvisation an der Musikakademie Basel (und bis 1991 an der Akademie Luzern) sowie als Professor an der Kalaidos Musikhochschule. Gründer und Leiter des Ensembles Polysono.


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